Für Erbengemeinschaften, Geschwister, Paare und alle, denen eine Immobilie gemeinsam gehört. Anteile, Eigenkapital, abweichende Darlehenshaftung und Mieteinnahmen eingeben — der Ausgleich steht sofort fest. Kostenlos, ohne Anmeldung, und deine Zahlen verlassen den Browser nicht.
Getragen abzüglich geschuldet. Ein positiver Saldo bedeutet: Diese Person hat mehr eingebracht, als sie musste, und bekommt Geld zurück.
| Person | Getragen | Geschuldet | Saldo |
|---|---|---|---|
| Person A | 64.000,00 € | 51.000,00 € | 13.000,00 € |
| Person B | 26.000,00 € | 39.000,00 € | -13.000,00 € |
Wenn eine Immobilie mehreren gehört, wird fast immer mit einer Zahl gerechnet: dem Eigentumsanteil. Zwei Geschwister erben je zur Hälfte, also teilt man alles halbe-halbe. Das stimmt so lange, wie tatsächlich beide alles zu gleichen Teilen tragen — und das ist in der Praxis fast nie der Fall. Eines der Geschwister hatte die bessere Bonität und steht mit siebzig Prozent im Darlehensvertrag. Das andere hat beim Kauf mehr Eigenkapital eingebracht. Ein Drittes zahlt die Handwerkerrechnungen, weil es vor Ort wohnt. Und die Miete läuft auf ein Konto, das nur einer Person gehört.
Sobald das so ist, gibt es nicht mehr einen Schlüssel, sondern zwei. Eigenkapital und Mieteinnahmen folgen dem Eigentumsanteil — sie gehören zur Sache. Die laufenden Kosten aus Darlehen, Zinsen und Instandhaltung folgen dagegen der Haftungsquote, also dem, wofür jemand tatsächlich einsteht. Wer beides über denselben Prozentsatz abrechnet, verschiebt Jahr für Jahr Geld in eine Richtung, ohne dass es irgendwem auffällt. Bemerkt wird es meistens erst, wenn verkauft oder auseinandergesetzt wird — und dann ist es ein Konflikt und keine Rechenaufgabe mehr.
Für jede Person wird zweierlei ermittelt. Erstens, was sie tatsächlich getragen hat: eingebrachtes Eigenkapital plus übernommene laufende Kosten, abzüglich der Miete, die auf ihr Konto geflossen ist. Zweitens, was sie nach den vereinbarten Quoten hätte tragen müssen: ihr Anteil am gesamten Eigenkapital, ihr Haftungsanteil an den gesamten laufenden Kosten, abzüglich ihres Anteils an der gesamten Miete. Die Differenz ist der Saldo. Ist er positiv, hat die Person vorgelegt und bekommt Geld; ist er negativ, schuldet sie etwas. In der Summe ergeben alle Salden null. Anschließend werden die Salden gegeneinander verrechnet, sodass am Ende die kleinstmögliche Zahl an Überweisungen übrig bleibt — bei vier Beteiligten sind das statt sechs möglichen Zahlungen meist zwei.
Er bewertet die Immobilie nicht und rechnet keinen Verkaufserlös auf. Er setzt keine Nutzungsentschädigung an, wenn eine Person allein in der Immobilie wohnt — das ist ein eigener, häufig streitiger Posten, der eine Vereinbarung oder ein Urteil braucht. Er trifft keine Aussage darüber, ob eine bestimmte Ausgabe überhaupt eine Aufwendung auf die gemeinsame Sache war oder eine private Entscheidung eines Miteigentümers. Und er bildet keine steuerlichen Folgen ab. Wer eine Erbengemeinschaft auseinandersetzen will oder über Jahre gestrittene Beträge klären muss, braucht dafür anwaltlichen und steuerlichen Rat — der Rechner sorgt lediglich dafür, dass alle über dieselben Zahlen sprechen.
Drei Posten werden nach zwei verschiedenen Schlüsseln verteilt. Eingebrachtes Eigenkapital und vereinnahmte Mieteinnahmen folgen dem Eigentumsanteil. Die laufenden Kosten aus Darlehen, Zinsen und Instandhaltung folgen der Haftungsquote, die vom Eigentumsanteil abweichen darf. Für jede Person wird verglichen, was sie tatsächlich getragen hat und was sie nach diesen Schlüsseln hätte tragen müssen. Die Differenz ist ihr Saldo, und die Salden werden anschließend gegeneinander verrechnet.
Weil Eigentum und Haftung zwei verschiedene Dinge sind. Zwei Geschwister können je die Hälfte eines Hauses halten, während eines von beiden siebzig Prozent des Darlehens trägt, weil es die bessere Bonität hatte. Wer beides über denselben Prozentsatz abrechnet, verschiebt dauerhaft Geld in eine Richtung, ohne dass es jemandem auffällt. Genau daran scheitern die meisten Familientabellen.
Ja, wenn die Immobilie vermietet ist. Vereinnahmte Miete ist Geld, das aus dem gemeinsamen Objekt entnommen wurde, und steht allen nach dem Eigentumsanteil zu. Wer die Miete auf sein eigenes Konto bekommen hat, mindert damit seinen Saldo. Trage die tatsächlich zugeflossenen Beträge je Person ein, nicht die Gesamtmiete.
Nein. Die gesamte Berechnung läuft im Browser. Es wird nichts an einen Server gesendet, nichts gespeichert und nichts protokolliert. Wenn du die Seite schließt, sind die Zahlen weg.
Nein. Der Rechner bildet die wirtschaftliche Logik ab, nicht den Einzelfall. Ob eine bestimmte Zahlung als Aufwendung auf die gemeinsame Sache zählt, ob Nutzungsentschädigung anzusetzen ist und wie steuerlich zu verfahren ist, hängt an eurer Vereinbarung und an der Rechtslage. Verbindlich beraten Fachanwälte für Erb- und Immobilienrecht sowie Steuerberater.
Ja. Trage jeden Miterben mit seiner Erbquote als Eigentumsanteil ein. Trägt jemand einen abweichenden Anteil des Darlehens, setze die Haftungsquote entsprechend anders. Der Rechner verteilt danach automatisch und schlägt am Ende die kleinstmögliche Zahl an Ausgleichszahlungen vor.
In Morvy sind Eigentumsanteil und Darlehenshaftung dauerhaft hinterlegt. Jede Buchung wird sofort nach diesen Quoten verteilt — der Ausgleich steht jederzeit fest, nicht erst am Jahresende oder beim Verkauf.